Ökonomisch heizen: So geht’s

In der kalten Jahreszeit kommen die Heizkörper wieder zum Einsatz. Eigentlich muss man diese ja nur aufdrehen, doch auch bei dieser einfachen Handbewegung kann man vieles falsch machen, was sich dann in höheren Heizkosten niederschlägt. Experten sind der Meinung, dass sich durch richtiges Heizen ungefähr 250-300 Euro jährlich einsparen lassen – geben Sie dieses Geld doch lieber für etwas Schöneres aus. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei.

Temperatur eher niedrig halten

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Stoßlüften reicht im Winter vollkommen aus. Durch das Kippen geht viel mehr Energie verloren!

Wie warm ist es eigentlich bei Ihnen zuhause? Mit einem Thermostat können Sie die Raumtemperatur sehr gut kontrollieren. Achten Sie darauf, dass Sie die Räume nicht überheizen. Damit wollen wir Ihnen nicht sagen, dass Sie frieren müssen. Aber 22 Grad reichen in den meistgenutzten Räumen vollkommen aus.

Im Schlafzimmer darf es mit rund 18 Grad auch noch deutlich kälter sein. Versuchen Sie einfach, die Temperatur mal um ein Grad zu reduzieren. Das wird Ihnen kaum auffallen, aber bis zu sechs Prozent der Heizkosten sparen!

Heizkörper nicht abdecken

Natürlich gehören Heizkörper nicht gerade zu den optischen Highlights einer Wohnung. Daher versuchen viele Menschen, sie mit möglichst vielen Gegenständen zu „kaschieren“ – ein Fehler, der sich in der Heizkostenrechnung niederschlägt. Denn auf diese Weise wird die abgegebene Wärme gestaut und nicht zur Gänze an den Raum abgegebenen. Also lieber frei räumen.

Gut entlüften

Luft in den Heizkörpern drosselt die Leistung, ohne dabei Kosten zu sparen. Entlüften Sie sie daher regelmäßig – einen Schlüssel dafür gibt’s um wenig Geld im Baumarkt. Wenn die Heizkörper ungewöhnlich laut gluckern ist dies ein Indiz dafür, dass sie wieder entlüftet werden möchten.

Keine Wärme nach draußen lassen

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Schlecht isolierte Fenster sollten unbedingt ausgetauscht werden!

Schlecht isolierte Fenster und Türen lassen Kälte in die Wohnung und Wärme nach draußen. Dies wollen wir natürlich vermeiden. Setzen Sie, wenn möglich, auf Doppelverglasungen oder lassen Sie die Fenster, wenn nötig, neu dichten.

Wenn Sie bei geschlossenen Fenstern ein Stück Papier durchziehen können, sollten Sie dies dringend tun. Die Zugluft bei Eingangs- und Zimmertüren können Sie mit einer Dichtungsbürste oder einer einfachen zusammengerollten Decke eindämmen.

Wärmepumpe als nachhaltige Investition

Wer sich Gedanken über seine Heizmöglichkeiten macht, der sollte eine Wärmepumpe in Betracht ziehen. Diese verwendet erneuerbare Ressourcen, sodass Sie nicht mehr von fossilen Energieträgern und unberechenbaren Heizölpreisen abhängig sind.

Sie zahlen nur noch die Betriebskosten – dies kann Ihnen unglaublich viel Geld sparen. Drei Arten von Wärmepumpen gibt es:

  • Erdwärmepumpen: Beziehen Wärme über Flachkollektoren oder Erdwärmesonden
  • Grundwasserwärmepumpen: Über zwei Brunnen wird das Grundwasser zur Wärmegewinnung angezapft.
  • Luftwärmepumpe: Nutzt die Außenluft als Energieträger.

Wärmepumpen lohnen sich vor allem im Neubau oder bei der Sanierung eines Altbaus. Damit sie ihr volles Potenzial entfalten können, sollten die Räume gut gedämmt sein. Zwar ist die Wärmepumpe anfangs eine hohe Investition, langfristig lässt sich damit aber ordentlich und vor allem nachhaltig sparen.

Heizen ist so einfach und trotzdem passieren immer wieder Fehler, die unsere Rechnungen in die Höhe treiben. Beherzigen Sie die oben genannten Tipps und Sie werden sich sicher bald über niedrigere Rechnungen freuen. Auch eine Wärmepumpe kann eine gute Investition sein – lassen Sie sich diesbezüglich am besten im Fachhandel beraten.

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