Die Besonderheiten beim Sanieren eines alten Bauernhauses

Immer mehr Menschen wollen ihr Leben in ländlicher Idylle genießen. In einem Bauernhaus sehen viele dabei die Erfüllung dieses Traums – denn so ein Bauernhaus hat schon seinen ganz besonderen Reiz. Doch auch gut erhaltene Grundstücke benötigen vorerst eine umsichtige Sanierung, bevor sie sicher und komfortabel bewohnt werden können. Was Sie bei so einer Umgestaltung unbedingt beachten sollten, erfahren Sie hier.

Das macht ein altes Bauernhaus so charmant

Der Charme des Landlebens liegt auf der Hand – erholsame Stille, frische Luft und die schöne Natur direkt vor der Nase. Landliebhaber wissen genau, welche Vorteile ein altes Bauernhaus bieten kann. Denn im Gegensatz zu vielen Neubauten, profitieren Sie hier von einem großzügigen Raumangebot, da die anschließenden Nebengebäude oft ebenfalls nutzbar sind. Mit ein wenig Kreativität und Planungsumsicht kann zum Beispiel aus der alten Schmiede ein Hobby-und Freizeitraum werden.

bauernhaus

Die Gestaltungsmöglichkeiten, die ein Bauernhaus bietet, sind vielfältig und inkludieren meistens sogar ein großes Außengelände. Das kann je nach Präferenz umfunktioniert werden – ob sie nun einen ästhetischen Garten anlegen, Gemüse und Obst anbauen, oder sogar Tiere halten, bleibt Ihnen überlassen. Kleinvieh wie Hühner findet hier ein schönes Zuhause, und Pferde können bei passender Weide und Ausstattung Ihr Leben bunter machen. Oder Sie legen sich einen Pool an.

In einem alten Bauernhaus wohnen Sie zeitgemäß, aber mit Geschichte. Profitabel sind auch die Fördermittel, die es mitunter für die Sanierung und Umbauarbeiten von der Denkmalpflege gibt. Familien mit Kindern finden hier ebenso einen idyllischen Wohnort, wie junge und ältere Paare oder einfach Menschen, die viel Platz schätzen.

Das sollten Sie beim Sanieren berücksichtigen

Allerdings sollten Sie unbedingt einige Dinge beim Umbau eines Bauernhauses beachten. Denn so eine Sanierung kann ganz schön aufwendig werden! Beachten Sie diese Punkte:

  1. Grundüberprüfung

Wenn Sie die Wahl Ihres Traum-Bauernhauses getroffen haben, sollten Sie erstmal eine genaue Inspektion der Bausubstanz und des Zustands des Objektes vornehmen lassen. Konsultieren Sie ruhig Fachleute, um eine verlässliche Grundüberprüfung zu erreichen. Denn obwohl solche Gebäude sehr langlebig sind, müssen Sie dennoch den heutigen Standards entsprechen. Überprüfen Sie unter anderem die Möglichkeit einer Bodenisolierung, einen Anschluss an die Kanalisation, sowie die Funktionalität der Abwasserleitungen, die Trockenheit und Stabilität des Fundaments, und auch den Zustand des Dachstuhls.

  1. Genaue Planung

bauernhaus sanierenDieser Schritt ist entscheidend. Überlegen Sie sich vorher genau, welche groben Komponenten verändert werden sollen. Fenster, Dach und Türbögen etwa fallen unter diese Kategorie. Kleinere Arbeiten werden im Laufe sowieso immer wieder auftauchen, denn gerade Bauernhäuser erfordern oft viel Pflege, um die Bausubstanz zu erhalten. Lassen Sie ein Gutachten von einem Sachverständigen verfassen und die Maßnahmen und Kosten für die Arbeiten berechnen. Nehmen Sie auch nur Handwerker hinzu, die sich auch mit der Fachwerkbauweise von historischen Objekten auskennen, damit die ursprüngliche Bauweise bestehen bleibt.

  1. Historische Eigenschaften bedenken

Das führt uns direkt zu diesem Punkt. Eine sinnvolle Wärmeisolierung ist für Ihr neues Zuhause unumgänglich – Bauernhäuser haben zuweilen aber energetische Nachteile, die es auszugleichen gilt. Fenster und Türen sind oft nicht so gut gedämmt und die Innenwände können auch wenig kälte- und lärmresistent sein. Die Liste geht weiter, doch Hilfe ist schon parat: ein Bausachverständiger weiß auch hier Rat. Er legt außerdem fest, wo Wände entfernt werden können, und wo nicht. Bei der Erweiterung der Räume müssen Sie demnach auch die richtigen Baumaterialien verwenden, damit die Stabilität und der Charme Ihres Bauernhauses erhalten bleiben.

  1. Denkmalschutz beachten

sanieren von bauernhausBeachten Sie Folgendes: wenn Ihr Bauernhaus unter Denkmalschutz fällt, ist es Ihnen nicht erlaubt, Maßnahmen zu setzen, die das Bild des Gebäudes stark verändern – darunter fallen zum Beispiel Grundrissveränderungen. Natürlich müssen die Standards für Sicherheit, Schutz und Energie trotzdem eingehalten werden. Stellen Sie vorher klar, ob das auf Ihr neues Zuhause zutrifft.

Fazit

Wenn Sie sich für ein Leben in schadstofffreier Landidylle entscheiden, ist der Kauf eines Bauernhofes oder eines Bauernhauses der Weg zur Erfüllung dieses Traums. Bei der Sanierung und Umgestaltung müssen Sie allerdings gewisse spezifische Baueigenschaften beachten. Nach einer gründlichen Überprüfung des Bauzustandes, können Sie gemeinsam mit Sachverständigen eine genaue Planung Ihrer Umgestaltungsideen erarbeiten. Dabei gilt es, die historischen Eigenschaften des Hauses zu bedenken und entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung zu treffen, sowie einen möglichen Denkmalschutz zu berücksichtigen. Dann steht Ihrem neuen Leben nichts mehr im Weg!

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